2019

"Was konnten sie tun?"

Ausstellung - Widerstand gegen den Nationalsozialismus 1939–1945
Eine Ausstellung der Stiftung 20. Juli 1944 in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

1933 übernahmen Hitler und die Nationalsozialisten die politische Macht in Deutschland. Sie errichteten eine Diktatur. Die meisten Deutschen folgten dem neuen Regime begeistert oder passten sich an, weil sie sich davon Vorteile erhofften. Manche blieben passiv. Aber nur wenige Menschen stellten sich den Verletzungen der Menschenrechte und den Verbrechen der neuen Machthaber entgegen. Sie nutzten jene Möglichkeiten, die es auch unter den Bedingungen der Diktatur noch für politisches Handeln gab. Jeder Einzelne musste sich entscheiden, ob er sich den Nationalsozialisten anschloss, untätig abwartete oder Widerstand leistete. Mit dem deutschen Überfall auf Polen im September 1939 begann der Zweite Weltkrieg. Das Regime ging noch brutaler gegen seine Gegner vor. Trotzdem kämpfte eine kleine Minderheit der Deutschen weiteraktiv gegen das Regime.

Am 8. November 2019 jährt sich Georg Elsers Attentat auf Adolf Hitler zum 80. Mal. Aus diesem Anlass zeigen die Einrichtung Lernort Geschichte und das Stadtarchiv Stuttgart die o.g. Ausstellung zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

Auf 25 Ausstellungselementen, zeigt die Ausstellung wie vielfältig die Formen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus waren. Manche Menschen verbreiteten Informationen ausländischer Rundfunksender, druckten Flugblätter und verteilten sie. Andere halfen verfolgten Juden, Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeitern. Und einige versuchten, Hitler zu stürzen, um seine verbrecherische Herrschaft und den Krieg zu beenden.

Ort
Stadtarchiv Stuttgart, Bellingweg 21, Stuttgart Bad Cannstatt

Öffnungszeiten
05. bis 15. November 2019
Uhrzeit:
Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag 9-16 Uhr und Mittwoch 9-18 Uhr

Eintritt frei
Kostenlose Führungen für Schulklassen (Zielgruppe - Jugendliche ab 15 Jahren) und Erwachsenengruppen auf Anfrage

Vernissage
Die Vernissage findet am Dienstag, 5. November 2019, 19 Uhr statt. Eintritt frei.
Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Angela Borgstedt, die zum Thema „Nicht anpassen, widerstehen! Widerstand gegen den Nationalsozialismus und Zivilcourage heute“ spricht. Angela Borgstedt ist Professorin an der Universität Mannheim und seit 2011 Geschäftsführerin der Forschungsstelle Widerstand gegen den Nationalsozialismus im deutschen Südwesten.

Begleitveranstaltung Vortrag und Buchvorstellung
Dienstag, 12. November 2019, 19 Uhr, Eintritt frei.
Die Stuttgarter Widerstandsgruppe Schlotterbeck
Buchvorstellung mit Günter Randecker und Michael Horlacher

Kontakt/Buchung

Tel.: +49 711 997 859 8
Email: info(at)lernortgeschichte.de

© Stiftung 20. Juli 1944
© Stiftung 20. Juli 1944