Programm

Spurensuche auf dem Pragfriedhof

Ein Friedhofsbesuch auf dem Israelitischen Teil des Pragfriedhofs kann der Einstieg in ganz verschiedene Themen sein, so z.B. die Lokalgeschichte der jüdischen Gemeinde, die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, die Beschäftigung mit dem Judentum oder Fragen über den Umgang mit dem Sterben im Judentum.

Der Israelitische Teil Pragfriedhof ist einer der sichtbaren Zeugnisse eines einst blühenden jüdischen Lebens in Stuttgart. Die erste Beisetzung fand hier im Februar 1874 statt, die letzte ca. 2011.

Beim Betreten des Israelitischen Teil Pragfriedhof, bemerken insbesondere auch Jugendliche recht schnell die Unterschiedlichkeit zu den ihnen bekannten, bzw. in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Begräbnisstätten. Da sind unbekannte Schriftzeichen und Symbole, auf den Grabsteinen liegen kleine Steine, die Gräber sind meist nicht eingefasst, der Blumenschmuck und die Kerzen fehlen.

Die Spurensuche auf dem Friedhof hat ihren Ausgangspunkt am Mahnmal für die 2.498 in der NS-Zeit ermordeten jüdischen Württemberger.
Das Mahnmal wurde am 9. November 1947 eingeweiht, dies u.a. aus Trümmersteinen der niedergebrannten Synagoge aus der Hospitalstraße in Stuttgart.

K U R Z F I L M - Spurensuche auf dem Pragfriedhof

Die Spurensuche wurde ausführlich in der Praxis erprobt und orientiert sich an den aktuellen Bildungsplänen.

Zielgruppe
Jugendliche ab 15 Jahren

Ablauf / Dauer
Die Spurensuche wird von geschulten Guides begleitet. Sie beginnt und endet am Garten- und Friedhofsamt, Friedhofstr. 44.

Die Spurensuche dauert zwei Stunden.
Frühester Beginn ist 9 Uhr, spätester 14 Uhr.
Gruppengröße mindestens 5, maximal 30 Jugendliche.

An jüdischen Feiertagen und Schabbat wird das Programm von uns nicht durchgeführt.
Männliche Besucher, auch Jugendliche, müssen während des Friedhofbesuches eine Kopfbedeckung tragen.


Kosten Schuljahr 2016/2017
4 € pro teilnehmendem Jugendlichem
(bei Gruppengröße unter 15 Jugendlichen Festbetrag von 60,00 €)

Kontakt/Buchung


© Lernort Geschichte
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