Gesamtprogramm

Stadtführung „Reichskristallnacht“ – der Pogrom im November 1938

Die „Reichskristallnacht“ war ein Wendepunkt in der Geschichte der nationalsozialistischen Judenfeindschaft. Sie markiert den Übergang von der Verfolgung und Entrechtung zur offenen Verfolgung und zur staatlich sanktionierten Gewaltanwendung.

...Der Pogrom spiegelt wie im Brennglas auch die Struktur des NS-Regimes: den terroristischen Charakter gegen die nicht zur „Volksgemeinschaft“ zählenden Menschen, die systemimmanenten Konflikte sowie ihre jeweilige soziale Basis in der „NS-Bewegung“ bzw. ihre ökonomischen Hintergründe, die charismatische Rolle Hitlers, der als unbeteiligt wahrgenommen erschien. Schließlich belegt der Pogrom die für Verfolgung und Deportation der Juden konstitutive „kumulative Radikalisierung“..., Prof. Dr. Roland Müller.

Um Jugendlichen eine Auseinandersetzung mit diesen Ereignissen zu ermöglichen, bieten wir eine Stadtführung an, bei der an ausgewählten Stationen folgende Themen behandelt werden:
• gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen der „Reichskristallnacht“
• die „Reichskristallnacht“ in Stuttgart
• Einzelschicksale
• Zerstörung und Plünderung
• Reaktionen der Mehrheitsbevölkerung
• Erinnern, Gedenken und Aufarbeitung

Darüber hinaus bieten wir den Jugendlichen Raum für Gespräche und Diskussionen, die zum Nachdenken über Menschenrechte und demokratische Werte und Haltungen anregen.

Die Stadtführung wurde im Rahmen eines Erinnerungsprojekts in 2018 von der 17jährigen Schülerin Dorothea Kerst entwickelt.

Zielgruppe
Jugendliche ab 15 Jahren

Ablauf / Dauer
Die Stadtführung wird von einem geschulten Mitarbeiter begleitet, beginnt am Hospitalhof und endet am Karlsplatz.

Die Stadtführung dauert ca. zwei Stunden.
Gruppengröße mindestens 5, maximal 30 Jugendliche.

Kosten
4,50 € pro teilnehmendem Jugendlichen
(bei Gruppengröße unter 15 Jugendlichen Festbetrag von 67,50 €)

Kontakt/Buchung

Tel.: +49 711 997 859 8
Email: info(at)lernortgeschichte.de







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