Pädagogische Angebote

Workshop Propaganda und Ausgrenzung im Nationalsozialismus - der Stuttgarter "Judenladen"

Gemeinsam mit dem Stadtarchiv Stuttgart bieten wir einen Workshop an, der sich mit den Fragen beschäftigt: Wie kann mit antisemitischer Filmpropaganda aus der NS-Zeit umgegangen werden? Wie wird sie erkennbar? Wie zeigt sie sich heute noch?
Und unter welchen Maßnahmen mussten die Stuttgarter Jüdinnen und Juden während der NS-Zeit leiden?

© Stadtarchiv Stuttgart
© Stadtarchiv Stuttgart
Ablauf
Nach einer Führung durch das Stadtarchiv setzen sich die Schülerinnen und Schüler über das Filmmaterial zur „Lebensmittel-Sonderverkaufsstelle“ mit den Themen Propaganda und Ausgrenzung der Stuttgarter Jüdinnen und Juden in der NS-Zeit auseinander. In drei Gruppen, bestehend aus den Kategorien „Ideologie und Ausgrenzung“, „Ort und Alltag“ und „Versorgung und Propaganda“ beschäftigen sich die Jugendlichen mit unterschiedlichen Quellentypen, welche die gezeigten Bilder kritisch kontextualisiert. Die Ergebnisse werden darauf der Klasse vorgestellt und schließt an die Frage nach dem Umgang mit historischem Filmmaterial und antisemitischen Inhalten heute an.

Ziele
Anhand verschiedener Quellen beschäftigen sich Jugendliche im Programm, mit Schicksalen von Stuttgarter Juden und deren schrittweiser Entrechtung bis hin zur offenen Verfolgung. Sie lernen, historisches Filmmaterial kritisch zu hinterfragen und als Propaganda zu identifizieren und zu bewerten. Darüber hinaus lernen Jugendliche die Aufgaben, Funktionen und Angebote eines Stadtachivs kennen.

Der Workshop trägt zur Entwicklung der Urteils- und Medienkompetenz bei und schult die Methoden- und Reflexionskompetenz. Er fördert die Bereitschaft, die Perspektivität, Intentionalität und den historisch-politischen Kontext in die Analyse des Quellenmaterials mit einzubeziehen.

Das Programm eignet sich für den Geschichtsunterricht ab Klasse 9 aller weiterführender Schularten.

Dauer
Führung und Workshop dauern 2 Stunden und werden von Mitarbeitenden des Stadtarchivs und von Lernort Geschichte begleitet.

Kosten
Der Workshop ist im Schuljahr 2022/23 kostenfrei, dank der Förderung durch die Eduard-Pfeiffer-Stiftung.
Sie erhalten zudem ein gedrucktes Exemplar der Unterrichtshilfe zur Expansion Japans

Kontakt
Tel.: +49 711 997 859 8
Mobil: +49 151 55678496
Email: info(at)lernortgeschichte.de

Anfahrt
Stadtarchiv
Bellingweg 21
70372 Stuttgart


© Lernort Geschichte 2022
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